Im September hatte die Geschichte vom widerspenstigen Nashorn Premiere. Wir hatten den Auftrag, dieses Musiktheater-Stück für das Brandenburger Stadttheater zu inszenieren. Susanne Forster führte Regie und hatte die ganze Produktion konzipiert, und Stefan Fichert war zuständig für die Ausstattung und (zusammen mit Lyndie Wright) den Bau von allerlei Groß- und Kleinwild. Generalmusikdirektor Michael Helmrath leitet ein Ensemble der Brandenburger Symphoniker, es singen Elisabeth Umierski und Klaus Uhlemann, den Part des Erzählers hat Wolfgang Rudolph, Leiter der Brandenburger Puppentheaters übernommen, und die Figuren werden gespielt von Marita Dörner, Frank Schenke, Kathrin Seyffert und Michael Kusior.
Das Nashorn Norbert Nackendick hat keine Freunde. Als rücksichtsloser und gewalttätiger Kraftprotz verbreitet er Angst und Schrecken unter den anderen Bewohnern der afrikanischen Steppe. Deshalb laufen alle vor ihn davon, um sich zu treffen und heimlich zu beraten, wie sie mit dem Wüterich fertig werden könnten. Doch Norbert überrascht sie am Versammlungsort. Er ist wutentbrannt und jagt sie in alle vier Himmelsrichtungen. Als Alleinherrscher der Steppe möchte sich Norbert ein Denkmal errichten, damit er in alle Ewigkeit bewundert werden kann. Wie macht er das? Und wie kommt es, dass Norbert am Schluss doch noch Freunde findet? Wie immer bei dem Autor Michael Ende darf man auf eine unerwartete Pointe gespannt sein. „Kinder waren und sind das beste Publikum, das sich Theaterleute wünschen können! Wie haben sie die Musikerempfangen und wie erst verabschiedet! Wie haben sie begeistert den Akteuren gedankt! Am Mittwochvormittag war die Theaterwelt in schönster Ordnung…“, schreibt Bernd Köllinger im Brandenburger Wochenblatt.
Und jetzt zieht Norbert Nackendick durch Brandenburg. Außer am Stadttheater Brandenburg wird er in Potsdam, Frankfurt/Oder und Schwedt Station machen. Es ist dies die zweite Musiktheater-Inszenierung, die wir mit den Brandenburger Symphonikern für das Stadttheater Brandenburg unter Susannes Regie gemacht haben. Die erste, Tranquilla Trampeltreu, ist nach wie vor im Repertoire. Und weil die Zusammenarbeit bisher so erfreulich und erfolgreich war, wird zur Zeit über eine dritte nachgedacht.
